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Sprachhürde Englisch: Jeder Zweite braucht mehr Zeit beim Schreiben im Berufsalltag

(BTN/Grammarly) – Englisch zählt zu den gefragtesten Sprachen am Arbeitsplatz, doch der schriftliche Austausch in der Fremdsprache birgt für deutsche Fachkräfte ganz eigene Herausforderungen im Berufsalltag. Die signifikante Rolle des Englischen für die Kommunikation mit ausländischen Kunden oder internationalen Talenten in deutschen Unternehmen macht die aktuelle Studie von Grammarly, durchgeführt von Statista, deutlich. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sprachkompetenz generationsspezifische Unterschiede vorweist. Auch der Bedarf nach gezielter Sprachförderung am Arbeitsplatz wird hervorgehoben. KI-Tools – richtig eingesetzt – haben das Potenzial zur Unterstützung effektiver Kommunikation und der Effizienzsteigerung.

13,4 Stunden – also 77 Arbeitstage pro Jahr – widmen deutsche Angestellte wöchentlich schriftlichen Aufgaben bei der Arbeit. Das ergab die Studie von Grammarly, durchgeführt von Statista, die 1.100 deutsche Fachkräfte, darunter 100 Führungskräfte, befragte. Über 12 Monate hinweg registrierte mehr als jeder zweite Angestellte (59 %) einen Anstieg der schriftlichen Kommunikation. Prognosen deuten auf einen weiteren Anstieg des Schreibaufwandes hin. Dieser ist heute schon zeitraubend, doch noch anspruchsvoller wird es, wenn der schriftliche Austausch in einer Fremdsprache erfolgt. Sobald Unternehmen global agieren oder Fachkräfte aus dem Ausland einstellen, kommt meist Englisch ins Spiel. In Deutschland ist dieser Trend deutlich abzuzeichnen. Die Studie vom KI-Unternehmen Grammarly, durchgeführt von Statista, erforscht die Chancen und Herausforderungen der Geschäftskommunikation in Deutschland – auch im mehrsprachigen Kontext. Aus den Ergebnissen lassen sich vier Thesen für das Erfolgsversprechen von Sprachkompetenz im Englischen für deutsche KMUs – aber auch “Global Player” – ableiten.

1. Trend zur Internationalisierung betont die Rolle des Englischen

Einer der Hauptgründe für den Einsatz der Fremdsprache am Arbeitsplatz ist laut Studienergebnissen die Internationalisierung. Deutsche Fachkräfte nutzen Englisch vorwiegend für die Kommunikation mit internationalen Kunden (65 %), für den Austausch mit Kollegen im Ausland (35 %) und für die effektive Zusammenarbeit in Teams vor Ort, die aus Mitgliedern verschiedener Länder bestehen (30 %). Mit dem zunehmenden Trend der Hybrid- und Remotearbeitsmodelle wird Englisch also als Kommunikationssprache immer bedeutender: Ein Drittel der Befragten aus vollständig remote arbeitenden Unternehmen verwendet Englisch bereits primär. Besonders in der IT-Branche und dem Softwareentwicklungsbereich ist Englisch mit 25 % als Hauptkommunikationssprache gefragt. Ihre Verwendung erfolgt strategisch – mit dem Ziel, international talentierte Fachkräfte anzuwerben.

2. Signifikante Unterschiede zwischen den Generationen bei Englischkenntnissen

Die “Business Language” ist also vom Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Doch die Sprachkompetenz bei Beschäftigten wies in der Studie generationsspezifische Unterschiede auf. Angestellte aus der Generation Z sowie Millennials verfügen verglichen mit anderen Altersgruppen über ein höheres Englischsprachniveau: 55 % von ihnen beherrschen die Sprache fließend bis verhandlungssicher. Im Gegensatz dazu trifft dies auf lediglich 42 % der Gen X zu. Die Englischkompetenz ist im Geschäftsumfeld von großer Bedeutung, denn sie steht auch in direktem Verhältnis zum Zeitverlust. Während 63 % der Angestellten mit geringen bis mittleren Englischkenntnissen mehr Zeit für das Verfassen von Nachrichten in der Fremdsprache benötigen, trifft dies nur auf 41 % der Fortgeschrittenen zu. Allerdings zeigt sich, dass jeder vierte Gen Z-Angehörige (25 %) trotz höherer Sprachkompetenz von geringem Selbstvertrauen in die eigenen Sprachfähigkeiten berichtet.

3. Schreiben auf Englisch beschert mehr Zeitaufwand

Selbst unabhängig von der im Betrieb verwendeten Kommunikationssprache berichten drei Viertel der Fachkräfte in Deutschland von negativen Auswirkungen aufgrund ineffektiven schriftlichen Austauschs. In einer Fremdsprache werden diese deutlich spürbarer. Deutsche Fachkräfte berichten von drei Schwierigkeiten, die bei der schriftlichen Kommunikation auf Englisch besonders häufig vorkommen: 49 % der Befragten erleben einen höheren Zeitaufwand beim Schreiben, 41 % haben Schwierigkeiten, ihre Gedanken klar zu formulieren, und 39 % zweifeln an der Verwendung korrekter Grammatik. Fließend auf Englisch zu schreiben ist für ein Drittel der Angestellten herausfordernd. Jeder Vierte ist unsicher über den passenden Ton der verfassten Nachricht. Ein höheres Sprachniveau kann im Durchschnitt für weniger Probleme im schriftlichen Austausch sorgen, so trifft dies auf befragte Führungskräfte zu: 72 % derer haben fließende bis verhandlungssichere Englischkenntnisse im Vergleich zu 48 % der Angestellten.

4. Je jünger, desto affiner: Einsatz von KI, um Englisch zu verbessern

Die Studienergebnisse betonen auch die Notwendigkeit gezielter Sprachförderung am Arbeitsplatz, um die Kommunikationseffizienz zu steigern und Zeitverluste zu minimieren. 75 % der Befragten haben in den letzten 12 Monaten dazu bereits Maßnahmen ergriffen, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern – von Sprachkursen bis hin zu digitalen Tools. Ein Drittel der Fachkräfte nutzt gezielt Schreibassistenz-Software, einschließlich generativer KI-Lösungen, um den schriftlichen Austausch auf Englisch zu verbessern. Je jünger die Fachkräfte, desto größer ist dabei die Akzeptanz und Nutzung dieser Tools: Die Generation Z zeigt eine hohe Affinität zur Nutzung textgenerierender KI-Werkzeuge zur Verbesserung ihrer Englischkenntnisse. So geben 45 % der Befragten an, derartige Tools zu nutzen, während dies bei den Millennials (35 %) und der Generation X (26 %) weniger häufig der Fall ist.

Auch auf Englisch effizient kommunizieren: Deutsche Unternehmen setzen auf KI

Fest steht: Gute Englischkenntnisse sind für die deutsche Wirtschaft branchenübergreifend erfolgsentscheidend. Die koordinierte Einführung von KI-Tools am Arbeitsplatz eröffnet hier vielversprechende Möglichkeiten, die Kommunikation auf Englisch effektiver zu gestalten und genannte Herausforderungen zu überwinden: “KI hat ein enormes Potenzial, um die Produktivität im Arbeitsalltag zu steigern und die Geschäftskommunikation zu verbessern. Um dieses Potenzial jedoch vollständig ausschöpfen zu können, ist eine sorgfältig geplante Implementierungsstrategie von entscheidender Bedeutung”, so Grammarly CEO Roy-Chowdhury. Den Mehrwert vom KI-Einsatz erkennen vermehrt auch viele deutsche Unternehmen: Diejenigen, die bereits KI-Technologien zur Verbesserung der Kommunikation verwenden, planen, diese verstärkt einzusetzen. 43 % der Firmen, die KI-gestützte Schreibassistenzsoftware nutzen, haben vor, die Technologie langfristig auf weitere Teams auszuweiten. Darüber hinaus beabsichtigen 30 % der Entscheidungsträger in Unternehmen, welche bereits solche Lösungen anwenden, den aktuellen Umfang beizubehalten, während 24 % planen, ihre Auswahl an Tools zu erweitern.

Weitere Erkenntnisse und Einsichten über den Zustand der Kommunikation in deutschen Unternehmen und die Rolle der KI zur Optimierung finden Sie in der Grammarly-Studie „2024 State of Business Communication in Germany“.

Methodik:
Die Studienergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage, die Statista zwischen dem 22. November und dem 27. Dezember 2023 in Deutschland im Auftrag von Grammarly durchführte. An der Umfrage beteiligten sich 1.100 Beschäftigte, darunter 100 Führungskräfte aus unterschiedlichen Altersgruppen und Beschäftigungsverhältnissen, die mindestens 24 Stunden pro Woche arbeiten. Diese Mitarbeiter sind in diversen Arbeitsmodellen tätig und nutzen Englisch neben anderen Sprachen zur Kommunikation am Arbeitsplatz.

Über Grammarly:
Grammarly ist das weltweit führende Unternehmen im Bereich der KI-gestützten Schreibassistenz, auf das täglich mehr als 30 Millionen Menschen und 70.000 professionelle Teams vertrauen. Von der sofortigen Erstellung eines ersten Entwurfs bis hin zur Perfektionierung jeder Nachricht auf Englisch hilft Grammarly den Angestellten von 96 % der Fortune 500-Unternehmen sowie Teams in Betrieben wie Atlassian, Databricks und Zoom, ihren Standpunkt zu vertreten und Ergebnisse zu erzielen, ohne dabei Kompromisse bei Sicherheit oder Datenschutz einzugehen. Die Produkte von Grammarly – Grammarly Business, Grammarly Premium, Grammarly Free und Grammarly for Education – fügen sich nahtlos und plattformübergreifend in die Arbeitsumgebung ein. Somit bieten sie kontextbezogene Schreibassistenz für Englisch in über 500.000 Apps und Websites. Das Unternehmen betreibt Hubs in San Francisco, New York, Berlin, Kyjiw, Seattle und Vancouver.


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Marit Schmitt
Marit Schmitt
Marit Schmitt ist seit September 2017 als Online-Redakteurin bei Business.today Network tätig.
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