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Megatrend Gesundheit – da bewegt sich was!

Gastbeitrag von New Communication GmbH & Co. KG

Ergonomische Arbeitsplätze, Pflanzen, wohltuendes Licht, nachhaltige natürliche Materialien und Farben: Mit „Healing Architecture“ sorgen Unternehmen dafür, dass Mitarbeiter*innen sich rundum wohl fühlen.
(© istockphoto.com/Halfpoint)

Es ist wie bei vielen Gesundheitsmuffeln: Erst wenn es ein Problem gibt, wird etwas dagegen unternommen. So musste es in unserer Gesellschaft erst ganz dicke kommen, bevor sich etwas zu verändern begann. Nach drei Jahren Covid gelangt die Welt zu der Erkenntnis, dass zu Gesundheit und Wohlbefinden mehr gehört als die Abwesenheit von Krankheitssymptomen. Damit etabliert sich Gesundheit als Megatrend. Was ihn ausmacht, wohin er führt, welche Effekte er hervorbringt.

Von einem Extrem zum nächsten

Fit sein, an sich arbeiten und sich optimieren wird in unserer Gesellschaft gleichbedeutend mit Erfolg, Selbstliebe und mentaler Stärke angesehen – auch wenn Size Zero nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Anbieter*innen neuer Technologien haben den Bedarf längst erkannt und überschwemmen den Markt mit Gadgets zum digitalen Self-Tracking, Online-Kursen und natürlich Sport-Apps. Und der Wunsch nach Selbstoptimierung ist gewaltig stark: Das zeigt sich nicht nur an den stetig steigenden Verkaufszahlen von Smartwatches und Fitness-Armbändern. Assoziierten Menschen mit „Sport“ früher noch Mannschafts- oder Vereinssport, denken wir heute häufiger ans Fitnessstudio, in dem wir am vermeintlich perfekten Körper feilen. Fitnesssportler Professor Jürgen Martschukat bestätigt das. „Ein Faktor, der da ganz wichtig ist, ist das Gefühl, etwas Einzigartiges zu vollbringen. In einer Welt, in der man relativ wenig feste Regulierungen findet“, so der Experte. Bilddominierende soziale Medien wie z. B. Instagram befeuern den Hype.
So viel Anspruch an sich selbst und das Streben nach Perfektion sind natürlich anstrengend. Einer der Gründe, aus denen unsere Gesellschaft erschöpft, gereizt und gestresst ist. Auch daraus lässt sich ein Geschäft machen. Schlaftourismus, bei dem gesunder Schlaf statt Sightseeing auf dem Programm steht, ist ein neuer Trend der Hotelbranche.

…bis zur totalen Sportresignation

Während die einen sich im Fitnessstudio verausgaben oder versuchen, sich mithilfe von Fitnessinfluencer*innen zum Last-Minute-Beach-Body zu schwitzen, spielt für einen Teil der Bevölkerung Sport so gut wie keine Rolle mehr. In einer Studie der Techniker Krankenkasse gaben nur 30 Prozent an, sich nicht mehr als 30 Minuten am Tag sportlich zu betätigen. Klar, dass Corona und Homeoffice ihren Teil dazu beigetragen haben. 50 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen zwei Jahren Homeoffice gemacht zu haben. Davon hat sich die Hälfte in dieser Zeit weniger bewegt als vor Corona. Als Gründe geben die Sportmuffel an, dass sie privat und familiär zu viel zu tun haben. Doch sollte Homeoffice nicht eigentlich für mehr Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance sorgen?

Gesundheit ist Chef*innensache

Womit wir bei der Rolle von Arbeitgeber*innen wären. Diese haben die Chance, mit gezielten Maßnahmen zu punkten – sowohl bei bestehendem als auch bei potenziellem Personal und beim der Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens. Denn auch bei der Jobwahl spielt Gesundheit eine zunehmend wichtige Rolle. Die Gen Y und Z setzten bei der Studie „Junge Deutsche 2019“ Gesundheit sogar an Platz eins auf der Werte-Skala. Angebote zum Betriebssport, Zuschuss zum Fitnessstudio oder sogar ein Inhouse-Sportraum sollten daher feste Bestandteile im betrieblichen Gesundheitsmanagement (kurz: BGM) sein. Aber auch die mentale Gesundheit rückt zunehmend in den Fokus von Entscheidungsträger*innen in Unternehmen. Ausreichende und aktive Pausen sowie ein gesunder und konstruktiver Umgang mit Stress, Konflikten und Krisen sind erst der Anfang. Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeiter*innen psychologische Unterstützung und Beratung an.

Gesundes Team, gesundes Unternehmen

Unternehmen sind gut beraten, die körperliche, aber verstärkt auch die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen ganz oben auf die Agenda zu setzen. Dafür reichen ein Obstkorb und die jährliche Teilnahme am Firmenlauf längst nicht mehr aus. Es gilt, vor allem das Thema Mentale Gesundheit und psychische Gesundheitsprobleme zu entstigmatisieren und enttabuisieren. Und nicht mehr als rein privates Problem abzutun. Wer darüber hinaus mit attraktiven Sportangeboten Anreize zu mehr Bewegung – vielleicht sogar innerhalb der Arbeitszeit – liefert, kann mit gesunden und loyalen Arbeitskräften und weniger Krankmeldungen rechnen.

Employee Assistance Program am Arbeitsplatz

Mentale Erkrankungen werden für viele Unternehmen inzwischen zum echten Problem: Der Anstieg der Krankenstands-Kennziffern aufgrund von psychischen Erkrankungen ist eine der auffälligsten und besorgniserregendsten Entwicklungen der letzten Jahre. Eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt, dass Arbeitnehmer*innen, die beispiels- weise an Depressionen, Ängsten oder Anpassungsstörungen leiden, im Jahr 2022 durchschnittlich 36,6 Tage krank- geschrieben waren. Im vergangenen Jahrzehnt ist die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um gut 50 Prozent gestiegen (AOK).

Damit es nicht erst so weit kommt, stehen Arbeitgeber*innen verschiedene Tools zur Verfügung, mit denen sie das mentale Wohlergehen der Beschäftigten am Arbeitsplatz aktiv fördern können. Eine Maßnahme bilden sogenannte „Employee Assistance Programs“ (Programme zur Mitarbeiter*innenberatung). Plattformen wie „openup“ oder „Soulbreak“ bieten Unterstützung bei arbeitsbezogenen und auch persönlichen Schwierigkeiten. Mitarbeiter*innen können die Beratungsleistungen häufig online, telefonisch, per Video, E-Mail oder persönlich in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür trägt das Unternehmen.

Apple trackt Gefühle

Zu den neuen Funktionen in iOS 17 zählt erstmals die Möglichkeit, die Gesundheits-App „Health“ zum Tracking des persönlichen Wohlbefindens zu verwenden. Zusätzlich stehen den User*innen standardisierte Fragebögen aus dem Bereich der Psychologie zur Verfügung, um die Anwender*innen bei der Selbstreflexion zu helfen – und die Frage zu klären, ob es ratsam sein könnte, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit der App lässt sich die tägliche Stimmung sowie die momentanen Emotionen aufzuzeichnen. Dadurch wird mit der Zeit sichtbar, was den Gemütszustand beeinflusst. Apple betont, dass sämtliche Daten lokal auf dem individuellen Endgerät gespeichert werden, um die Privatsphäre und Sicherheit der Anwender*innen zu gewährleisten.

Gadgets für Gesundheitsfans

Natürlich tut sich nicht nur bei den mobilen Anwendungen viel im Bereich der physischen und mentalen Gesundheit. Auch eine Reihe von Gadgets ist bereits auf dem Markt. Und bedienen verschiedene Bedürfnisse rund um Stressreduktion, Konzentration, Schlaf und einiges mehr. Die „Loop Earplugs“ beispielsweise sind intelligente Ohrstöpsel, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. „Quiet“ blendet Umgebungsgeräusche für ungestörten Schlaf aus, „Experience“ reduziert den Sound bei Veranstaltungen und „Engage“ filtert laute Alltagsgeräusche. Die Earplugs zielen dabei auf die Reduzierung von Ängsten, Entspannung, schnelleres und ruhigeres Einschlafen, Steigerung der Produktivität und Schutz vor Lärm.

Sieht futuristisch aus, ist aber in überfüllten S-Bahnen ein Gamechanger: Der Dyson Zone Absolute+ ist ein Kopfhörer mit integriertem Luftfilter. (© Dyson GmbH)

Dyson geht da noch einen Schritt weiter. Mit seinem Zone Absolute+ Kopfhörer gibt es zum intensiven Sound die Extraportion frische Luft. Dyson vereint hier nämlich einen tragbaren Luftfilter und hochwertige Kopfhörer. Der filtert Gase, Allergene und Feinstaub aus der Umgebungsluft und liefert gereinigte Luft direkt an Mund und Nase. Gleichzeitig bietet er ein intensives Hörerlebnis mit Geräuschunterdrückung. Ein Gadget, auf das viele in Großstädten lebende Menschen mit Sicherheit lange gewartet haben.
Die HidrateSpark Pro Flasche erinnert durch Aufleuchten an regelmäßiges Trinken. Sie verbindet sich mit Bluetooth und unterstützt Apple Health. Ein Sensordruck erkennt, wie viel man trinkt. Vielleicht genau das richtige, um Trinkmuffel zu motivieren.

Der Markt zeigt: Der Bedarf an Dienstleistungen, Produkten und Apps rund um das Thema Gesundheit ist da. Und auch bei Führungskräften ist die körperliche und mentale Gesundheit der Belegschaft weiter nach oben auf die Prioritätenliste gerückt. Welche positiven Effekte sich darauf für die sportliche Betätigung, die physische und mentale Gesundheit und die Krankentage von Beschäftigten beobachten lassen, wird sich später zeigen müssen. Fest steht: Es ist viel in Bewegung geraten – und das lässt sich so schnell nicht wieder aufhalten.

Info zu den Autoren:

Dieser Artikel entstand als gemeinsames Projekt von Digitalberaterin Lisa Vicari, Mediengestalterin Isabelle Neff sowie den Auszubildenden Jonna Koch, Lotta Salokat und Tim Dretzler.


Pressekontakt:
New Communication GmbH & Co. KG
Nelly Eliasberg
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24103 Kiel
T: +494319060766
M: [email protected]
W: www.new-communication.de

Marit Schmitt
Marit Schmitt
Marit Schmitt ist seit September 2017 als Online-Redakteurin bei Business.today Network tätig.
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