Mütter, macht mal halblang!

Erschöpfung und Doppelbelastung

Mütter, macht mal halblang!
txn-a. Viele Mütter leben in dem Glauben, …

txn-a. Das Bild der modernen Mutter in unserer Gesellschaft ist vielfältig: Es gibt die klassische Hausfrau, die Vollzeit-Arbeitnehmerin und die Zuverdienerin. Es gibt die alleinerziehende, die späte Mutter und die Patchwork-Mutter. Doch viele Frauen fühlen sich in ihrer jeweiligen Rolle nicht frei, sondern überfordert und zerrissen. „Die Erwartungen an die Gleichberechtigung im Alltags- und Arbeitsleben sind groß“, so Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. „Die Wirklichkeit mit ihrer immer noch traditionellen Rollenverteilung in Deutschland steht dazu aber in erheblichem Widerspruch.“

Berufstätige Mütter sind im „Rund um die Uhr“-Einsatz. Tagsüber immer aktiv und nachts zumindest in Bereitschaft. Kein Wunder also, dass die Zahl der Mütter mit Erschöpfungssyndrom oder ähnlichen Erkrankungen in den letzten zehn Jahren um 37 Prozentpunkte gestiegen ist. Wie das Müttergenesungswerk als Ergebnis seiner letzten Jahrespressekonferenz präsentierte, leiden Mütter unter ständigem Zeitdruck und beruflicher Belastung. Dabei reichen die Symptome von Schlafstörungen bis hin zu Unkonzentriertheit, Niedergeschlagenheit und Aggressionen. Die Diagnose Burn-out wird seit Jahren immer häufiger gestellt. Eine regelmäßige körperliche und geistige Erholung ist für Mütter daher überaus wichtig.

Doch einfach mal auf Tauchstation zu gehen, ganz allein in den Urlaub zu fahren oder auch nur ein Wochenende ohne Kinder zu planen, fällt vielen Müttern immer noch schwer. Zum einen können sie die Verantwortung und Arbeit nicht gut abgeben und in andere Hände legen. Zum anderen gibt es immer wieder die Angst, den Kindern durch ihre Abwesenheit zu schaden. Daher verlangt eine Auszeit gute Organisation. Der Vater muss ran, Oma und Opa müssen eingebunden, Freunde und Nachbarn um Hilfe gebeten oder Babysitter beschäftigt werden.

Anders als die individuelle Auszeit funktionieren Mutter-Kind-Kuren. Diese dauern meist drei Wochen und ermöglichen den Müttern, Abstand vom Familienalltag zu gewinnen. Zudem können in der Kur psychologische Beratung oder Erziehungsberatung wichtige Anregungen geben. Für viele Mütter ist es sehr motivierend, wenn sie merken, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind und ihre persönlichen Alltagssorgen und Belastungen von Fachkräften ernst genommen werden. Daher ist die Kur auch kein Urlaubsersatz, sondern eine Maßnahme zur Rehabilitation.

Ein nachhaltiger Effekt aus solchen Auszeiten ergibt sich aber erst dann, wenn die Mütter ihre individuellen Belastungsgrenzen akzeptieren und diese im Alltag respektieren. So banal es klingen mag: Am besten wäre es, die Frauen befreien sich von dem Leistungsdruck, überall perfekt sein zu wollen. „Eine berufstätige Mutter, die Spaß an ihren Aufgaben hat, sich auch mal Fehler zugesteht und dieses Selbstverständnis positiv in die Familie hineinträgt, schafft den Spagat zwischen Arbeit und Familie“, stellt Petra Timm von Randstad abschließend fest und rät daher: „Frauen sollten nicht mehr mit überhöhter Geschwindigkeit durch das Berufs- und Familienleben rasen, sondern einfach mal den Fuß vom Gas nehmen.“

[Bildunterschrift]
txn-a. Viele Mütter leben in dem Glauben, perfekt sein zu müssen und möglichst immer alles zur gleichen Zeit zu erledigen. Sie haben einen hohen Anspruch an sich selbst. Um diesem und sowie den familiären und beruflichen Aufgaben gerecht zu werden, sollten sie sich häufiger bewusst eine Auszeit gönnen.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 550 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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